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"Von den insgesamt 79 Prüflingen der sieben beteiligten Realschulen in Freiburg (2), Heitersheim, Löffingen, Müllheim, Neuenburg und Teningen schafften 59 das Ziel, zwölf davon sogar mit Auszeichnung. Bis es allerdings so weit war, bedurfte es einer langen Vorbereitungszeit, die großes Engagement außerhalb der Lehrstunden von Schülern, wie von den betreuenden Lehrkräften bedurfte. Die Initiative für die erstmalige Teilnahme der Löffinger Realschule an den 2000/2001 eingeführten Prüfungen kam vom Klassenlehrer der 9 b, Hans-Joachim Albrecht. Dessen Idee stieß bei der Fachkonferenz auf Zustimmung. Ihr Englischlehrer Holger Thomsen fand er einen Mitstreiter, der mit ihm das Wagnis außerhalb des Deputats einging und 14 ausgewählte Neuntklässler in 18 Stunden auf die Prüfungen vorbereitete. „Die Teilnahme soll auch einen Anreiz, Motivation und Bestätigung für die guten Schüler geben“, betont Holger Thomsen. Im Gegensatz zu den Schülern, die beispielsweise individuelle Lernförderung erhalten, kam diese Zielgruppe bisher eher zu kurz. Das Niveau dieses Tests, bei dem Lese- und Hörverständnis sowie schriftlicher und mündlicher Sprachgebrauch getestet wird, sei recht hoch, was auch die Durchfallquote verdeutliche, sagte Thomsen. Insofern habe man sich bei der Anmeldung auf sprachbegabte Schüler konzentriert, die über das normale Maß hinaus Einsatz und Fleiß in das Fach Englisch investierten. Zudem sind die Prüfungen mit Kosten von 90 Euro verbunden, wovon der Freundeskreis der Realschule bei erfolgreicher Prüfung die Hälfte übernimmt. Diesen Rückhalt möchte man schließlich auch nicht überstrapazieren. „Die Englischprüfungen mit insgesamt fünf unterschiedlichen Anforderungsstufen werden von der University of Cambridge erarbeitet und ausgewertet“, sagt Petra Mayer, Prüferin und Konrektorin der Weiherhofrealschule Freiburg, wo die mündlichen Prüfungen stattfanden. Der PET stellt die zweite Stufe dar und testet Sprachkenntnisse auf mittlerem Niveau. Die Cambridge-ESOL-Prüfungen sind weltweit bekannt und werden von Bildungseinrichtungen und international tätigen Firmen als Nachweis für qualifizierte Sprachkenntnisse anerkannt. Eine Teilnahme der zehnten Klassen wäre zwar möglich, doch sei dies den Schülern aufgrund der schon während der PET-Vorbereitungszeit angelaufenen Prüfungen nicht zuzumuten. „Insgesamt war es ein tolles Arbeiten und eine hervorragende Arbeitsatmosphäre, eigentlich ein Idealzustand“, sagte Hans-Joachim Albrecht über die motivierte Gruppe. Ziel sei es jetzt, die Vorbereitung für die Zertifikate in den Lehrplan der Löffinger Realschule aufzunehmen, zumal dies auch ein guter Test für die Abschlussprüfungen wäre. „Solch ein Zusatzzertifikat macht man nicht so nebenbei“, sagte Konrektor Klaus-Dieter Schöfer-Bea von der Alemannen Realschule in Müllheim. Der Anspruch sei eher hoch und bedürfe auch einer Reihe von Helfern von Außen, von Betreuern, deren Engagement und Arbeit eine hohe Anerkennung verdiene. Stellvertretend nannte er die beiden Prüferinnen Petra Mayer und Gaby Kaltenbach, Organisatorin des Prüfungszentrums Müllheim. Auch wenn nicht alle der 79 Teilnehmer das Prüfungsziel erreichten, so sei die Teilnahme auf jeden Fall ein persönlicher Gewinn." Christa Maier, Badische Zeitung vom 20.06.2008 |
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