Klassentraining

Mobbingprävention


Arbeit an einer guten Klassengemeinschaft

Mit verschiedenen Klassen führen Frau Reitze und Herr Thomsen das zweitägige Programm zur Mobbing-Prävention bzw. zur Arbeit an einer guten Klassengemeinschaft immer wieder erfolgreich durch. Das Programm beruht auf zwei Grundprinzipien, den „Geheimnissen einer guten Klassengemeinschaft“:

1. Geheimnis:
„Ich sage meine Meinung offen und ehrlich, egal ob sie den anderen passt oder nicht!“ Geäußerte Meinungen werden in keiner Weise kommentiert!

2. Geheimnis:
„Ich arbeite mit allen zusammen, egal ob ich sie mag oder nicht!“

Eine weitere Grundbedingung für ein erfolgreiches Arbeiten ist die „Ruheregel“.





Eine Reihe von Übungen soll die Kinder und Jugendlichen dazu hinführen, ihre Bedürfnisse und Nöte zu äußern, die Bedürfnisse und Nöte anderer zu erkennen und zu respektieren, sich in andere hineinzuversetzen und auftretende Konflikte in der Klasse zunehmend selbst zu erkennen und zu lösen.
In einem ersten Schritt wird hierzu die Ehrlichkeit der Mitschüler/innen überprüft.
Es folgt eine Bestandsaufnahme des derzeitigen Zustands der Klasse, in der alles zur Sprache gebracht und dokumentiert wird, was in der Klasse nicht gut läuft.
Als Ergebnis formulieren die Schülerinnen und Schüler die drei großen Menschenrechte – ganz persönlich und auf ihre jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt:

Recht auf Unversehrtheit der Seele
Recht auf Unversehrtheit des Körpers
Recht auf Unversehrtheit des Eigentums

Weitere Übungen sind
„Das reale Klassenfoto“, in dem die Schüler/innen ihre emotionale Beziehung zueinander und Zugehörigkeit ausdrücken,
eine „Lob-Brief-Runde“, in der Schüler/innen Mitschülern in Briefform ein ausdrückliches Lob erteilen für vorbildliches Verhalten im Sinne der drei Menschenrechte.
In der „Wunsch-Brief-Runde“ drücken die Schülerinnen und Schüler ebenfalls in Briefform Wünsche nach Verhaltensänderungen aus.



Emotionaler Höhepunkt der Übungen ist der „Personalausweis“ gegen Ende des zweiten Tages. Dabei testen die Kinder, wie gut sie sich untereinander kennen.

Den Abschluss bildet eine Feedback-Runde, in der eine Bilanz der beiden Tage gezogen wird. Unter anderem äußerten Schülerinnen und Schüler immer wieder:

„Unsere Klassengemeinschaft ist schon sehr viel besser geworden.“
„Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, in diesen beiden Tagen mit uns zu arbeiten!“
„Können wir mal wieder so etwas machen?“
„Andere Klassen müssen so etwas unbedingt auch machen!“
„Ich habe mehr Selbstbewusstsein bekommen.“
„Ich habe gelernt, meine Mitschüler besser zu verstehen.“
„Ich werde in Zukunft nicht mehr schlägern und beleidigen.“
„Besonders gut gefallen hat uns das Spiel mit dem Personalausweis.“

Diese Äußerungen zeigen, wie wichtig diese beiden Tage für eine funktionierende Klassengemeinschaft, aber auch für die eigene Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sind. Ein endgültiger, nachhaltiger Erfolg stellt sich jedoch erst ein, wenn die Ideen und Anstöße aus diesen beiden Tagen später von den Klassenlehrer/innen sowie den übrigen in den Klassen unterrichtenden Lehrern immer wieder aufgegriffen und weiterentwickelt werden.

Angelika Reitze, Holger Thomsen




Suchtprävention


Nachdem die 6. Klassen letztes Jahr Herrn Gebhard, Jugendsachbearbeiter des Polizeireviers Titisee-Neustadt, bereits als Experten für „Gewaltprävention“ kennenlernten, stand dieses Jahr für die Schüler die Thematik „Suchtprävention“ im Mittelpunkt.

Die Schülerinnen und Schüler der 6b bekamen am Dienstag, 1. März 2011 Besuch von Herrn Gebhard, der für zwei Schulstunden über die Problematik „Sucht“ aufklärte. Dabei wurde den jungen Zuhörerinnen und Zuhörer anschaulich dargestellt, welche Vorgänge im menschlichen Gehirn täglich ablaufen und wie diese Vorgänge durch Alkohol, Nikotin und THC negativ beeinflusst werden – bereits beim ersten Kontakt mit diesen.

Dass die Thematik bei den Schülerinnen und Schüler auf großes Interesse stieß, zeigte deren rege Beteiligung und ihr Nachfragen, das sich bis in die große Pause hinein ausdehnte. Der Besuch von Herrn Gebhard war ein gelungener Einstieg, nun an die Suchtproblematik im Fach „Soziales Lernen“ anzuknüpfen.